Archiv der Kategorie: Filmkritiken

Forsaken (Kritik Chris)

forsakenEigentlich bin ich ja nicht so der große Western Fan, aber ich habe mir den Streifen dennoch bis zum Schluß angeschaut, obwohl ich nach 15 min. geneigt war den Fernseher abzuschalten. In diesem Western von Jon Cassar wird schnell klar, dass es sich nicht um die moderne Westernvariante handelt, sondern Cassar setzt mehr auf die traditionellen Geschichten und Bilder. Leider fehlt dem Film ein wenig an Spannung, die erste Hälfte ist reiner Storymodus, in dem einerseits die Geschichte um John Henry Clayton (Kiefer Sutherland) erzählt wird aber andererseits auch  die zusammenhänge der einzelnen Protagonisten. Die zweite Hälfte des Films bringt dann eine recht krasse Wendung. Die Actionszenen häufen sich, die Spannung steigt. Donald Sutherland der den Reverent William Clayton spielt, zeigt die Vielseitigkeit seiner Schauspielkunst. Kiefer Sutherland hingegen, hat mich ziemlich enttäuscht. Zum einen ist er nicht der typische Cowboy, den man sich in so einem Western vorstellt, zum anderen zeigt er während des ganzen Films nur 2 Gesichtsausdrücke, man bekommt leicht den Eindruck, dass er nicht wirklich Bock auf diese Rolle hatte. Nichts desto Trotz hat er sich in den letzten 30 min. doch noch ganz ordentlich präsentiert. Demi Moore kam in ihrer Rolle als Mary-Alice Watson kaum zur Geltung, sie war mehr als Nebenrolle zu sehen, obwohl ich von ihr gerne mehr gesehen hätte. Die Filmmusik von Jonathan Goldsmith erinnerte auch nicht so wirklich an einen typischen Western, sondern mehr an ein Drama. Jon Cassar hat sein bestes gegeben um aus Forsaken einen echten klassischen Western zu machen, aber leider ist das Konzept durch die eher melodramatische Musik und einem eher durchschnittlichen Kiefer Sutherland nicht aufgegangen.
Fazit: Dieser Film ist eher was für Fans von Serien wie ‚Unsere kleine Farm‘ oder ‚Bonanza‘. An einen klassischen Western wie „Eine Hand voll Dollar“ oder die alten Karl May Streifen, kommt „Forsaken“ meiner Meinung nach bei weitem nicht ran.
Man kann sich den Film zwar anschauen, aber für nen Western DVD Abend, reicht er sicher nicht!
„Forsaken“ erscheint am 21. Juli 2016 auf DVD und BluRay

God of Thunder – Thor (Kritik Chris)

Plakat von "God of Thunder - Thor"
© 2015 − All right reserved.

In God of Thunder – Thor hat Thomas Shapiro als Regisseur mit wenig  Erfolg versucht ein episches Meisterwerk zu schaffen, welches dem Marvel Thor gleich kommen sollte. Max Aria, der den Donnergott spielt, erinnert sowohl optisch als auch schauspielerisch nur sehr wenig an einen Donnergott. Auch bei Freya (Jacqui Holland) ist es mit der Schauspielkunst nicht weithin auch wenn sie optisch noch am ehesten in ihre Rolle passt. Einziger Lichtblick: Loki (Mike Milian) der seine Rolle fast so gut assimiliert wie sein Pendant Tom Hiddleston. Allerdings ist natürlich auch die Story bereits bekannt und von Thomas Shapiro nicht besonders gut inszeniert worden. Weiteres Manko ist das Bild: visuell erinnert der Film an einen 80er Jahre Roadmovie. Der Sound ist recht annehmbar ausser in einigen Dialogen, wo man ein wenig mehr Rauschunterdrückung hätte reinpacken können. Vom Schnitt her haben die  Verantwortlichen ne ganz ordentliche Leistung erzeugt, auch wenn es natürlich kein Blockbuster ist. Alles in allem eher schlecht als Recht, aber wenn man bedenkt, dass der Film nur ein geringes Budget erhalten hat, kann man natürlich auch nichts besonders großes erwarten.
Fazit: Nicht sehenswert.
Nur absolute Thor Fans und Fans der nordischen Mythologie könnten zumindest leichten Gefallen daran haben.

Liebe ohne Krankenschein (Kritik)

Liebe ohne Krankenschein, man kann sagen: Der Titel trifft den Nagel auf den Kopf! Eine Komödie in der die Kellnerin Alice (Jessica Biel) und der leicht neurotisch wirkende Kongressabgeordnete Howard Birdwell (Jake Gyllenhaal) alles daran setzen, ein Gesetz über eine staatlich finanzierte Gesundheitsvorsorge zu verabschieden. Der Film (Originaltitel: Accidental Love) der bereits 2008 gedreht wurde aber wegen diverser finanzieller Schwierigkeiten immmer wieder ins Wanken geriet kam nach 7 Jahren doch noch in die Kinos. Damals sorgten die Gewerkschaften dafür das der Dreh letztlich abgebrochen wurde und der Regisseur David O’Russel das Projekt verließ. Die Story nach dem Drehbuch von Dave Jeser basiert auf den Roman „Sammy’s Hill“ von Kristin Gore. Es geht um Liebe, Politik und Trauer was  David O’Russel („Silver Linings“, „American Hustle“) gut miteinander kombiniert und inszeniert hat. Leider merkt man an gewissen Stellen dass seine Erfahrung und Kompetenz fehlt nachdem Stephen Green die Regie übernommen hat. Auch die Filmmusik von John Swihart passt ganz gut zum großen Ganzen ist aber Verbesserungsfähig. Teilweise ist der Film zwar leicht übertrieben, aber für Fans von Komödien und Klamauk genau richtig.  Was auch ein wenig zu bemängeln wäre ist der Schnitt, der ziemlich abgehackt rüber kommt. Aber alles in allem doch noch recht sehenswert.
Fazit: Für Liebhaber von Komödien durchaus zu empfehlen, aber im allgemeinen eher ein Film, den man sich 1-2 mal anschaut und dann im Regal einstauben lässt.
Der Film ist ab dem 28. Juli 2016 auf DVD im Handel erhältlich.

The hateful 8 (Kritik)

Plakat von "The Hateful Eight"
© 2015 Columbia Pictures − All right reserved.

Ein sehr cooler Kurt Russel, ein ziemlich abgeklärter Samuel L. Jackson, ein rechtschaffender Walton Goggins sowie eine Gangsterbraut und 4 Männer von denen man nicht weiß welche Rolle sie wirklich spielen treffen ganz im Stil von Quentin Tarantino aufeinander. The hateful 8 kommt genauso rüber wie man es erwartet, ein wenig humorvoll, recht intelleigent und auch ein bisschen pervers, dafür sorgen großartige Charaktere sowie eine eiskalte Location. Auch wenn der Film über 2,5 Stunden geht kann man nicht behaupten, dass er sich in die Länge zieht. Typische Wild-West Dialoge und Ennio Morricone’s musikalische Untermalung sorgen dafür, dass sich der Zuschauer zu Hause zu keiner Sekunde des Films langweilen, auch wenn die Eröffnungssequenz anfangs darauf schließen läßt. The Hateful 8 vereint, Western, Thriller und Drama in perfektion, und auch ein wenig Mystery ist dem Film zu entnehmen. Und auch des Ende ist perfekt inszeniert, da man bis zum Abspann nur ahnen kann, ob jemand überlebt und ob Tarantino evtl. noch einen Zug weiter geplant hat.

Fazit: Ein großartiges Werk, für jeden Western, Thriller und Tarantino Fan. Ein Film den man sich auch gerne nochmal anschaut sofern man auf das Genre steht.

Gänsehaut (Kritik)

Plakat von "Gänsehaut"
© 2015 Columbia Pictures − All right reserved.

Jack Black wie man ihn liebt, bisschen überdreht, aber dennoch cool wie immer. Action, Humor, Gruselfaktor, alles ist in „Gänsehaut“ enthalten. Jack Black überzeugt in seiner Rolle als R.L. Stine ein amerikanischer Kinderbuchautor, dessen Figuren in „Gänsehaut“ zum Leben erweckt werden. Sowohl den bösen Nachbarn wie auch den liebenden Vater verkörpert Jack Black recht gut. Dylan Minnette und Odeya Rush spielen ihre Rollen zwar auch nicht schlecht, allerdings erinnern ihre Charactere ein bisschen an eine Teeniekomödie im American Pie Stil. Alles in allem hat Rob Letterman den Inhalt der Bücher von R.L.Stine gut umgesetzt und auch die musikalische Untermalung von Danny Elfman kann man als Erfolg betrachten. Die meisten Monster aus den 70 veröffentlichen Büchern hat Letterman in den Film integriert. Gänsehaut gilt mit 300 Millionen verkauften Exemplaren als erfolgreichste Kinderbuchreihe weltweit nach Harry Potter. Diesem Erfolg wird der Film allerdings nicht ganz gerecht, da wäre es sinnvoller gewesen mehrere Filme zu drehen.

Fazit: Kann man sich auf jeden Fall anschauen, ist allerdings eher was für gemeinsame Familienabende.